In E-Pics wird nur ein Bild abgelegt, aus dem andere Formate und Grössen konvertiert werden. Diese sog. «digitale Masterdatei» sollte ein paar grundlegende Anforderungen erfüllen:

  • Bildformat: Tiff
  • Farbtiefe: 8 Bit
  • Bildauflösung: 300 dpi
  • Farbmodell: RGB
  • Bildgrösse: Max. 150 MB
  • Keine Ebenen (beim Abspeichern in Photoshop darauf achten, dass das Tiff ohne Ebenen gespeichert wird)

Handelt es sich um Kunstfotografien können auch 16 Bit Tiff und 600 dpi sinnvoll sein, für Fotografien/Scans als Dokumentation sind allerdings 8 Bit völlig ausreichend.

Damit diese Materdateien später auch langzeitarchviert werden können, ist ein sogenanntes „Baseline Tiff“ die beste Voraussetzung. Diese Tiffs verfügen über ein eine begrenzte Anzahl elementarer Tags und sind dadurch weniger komplex (siehe auch Tiff 6.0 Part 1). Die ETH-Bibliothek erarbeitet derzeit eine Spezifikation, welchen Inhalt die Tags haben dürfen, welche erlaubt oder verboten sind, damit die Bilder langzeitarchivfähig sind. Eine solche Spezifikation ist eine Momentaufnahme und muss aufgrund der sich ständig verändernden Anforderungen immer wieder angepasst werden.

Um feststellen zu können, ob Bilder valide sind (= den Anforderungen an ein Baseline Tiff entsprechen und langzeitarchivfähig sind), können sie mit einem Validator wie KOST-Val oder dem DPF-Manager validiert werden. Siehe dazu auch unseren Blog-Eintrag zum DPF Manager.

Viele unserer Kunden legen allerdings keine Tiffs, sondern jpgs in E-Pics ab. Auch ein jpg (mit möglichst guter Auflösung) kann Masterdatei sein, allerdings nur dann, wenn eine Langzeitarchivierung nicht geplant ist.

Die Software Cumulus kann grundsätzlich mit sehr vielen Formaten umgehen. Es ist möglich, auch RAW, psd, png, gif, etc. abzulegen. Solche Formate können aber gemäss heutigem Wissensstand nicht sinnvoll langzeitarchiviert werden, so dass die ETH-Bibliothek Bilder in diesen Formaten zwar sichern, jedoch keine Garantie hinsichtlich ihrer langfristigen Lesbarkeit geben kann. Ausserdem legt E-Pics Wert darauf, dass den Endkunden Formate zur Verfügung gestellt werden, die einfach und vielseitig genutzt werden können. Soll das Format also beiden Anforderungen gerecht werden, können zum heutigen Zeitpunkt nur Tiffs empfohlen werden.